Ihr Urlaub unterm Reet

Herbst im Ferienhaus „Ankerplatz“

Nach dem Sommer kommt der Herbst. In der sogenannten Nebensaison zeigt sich der Ankerplatz und seine Umgebung in einem ganz anderen Licht. Das Wetter wird ein wenig unbeständiger, aber dadurch auch reizvoller. Im Altweibersommer sorgen Nebel und Tautropfen für tolle Morgenstimmungen und sich verfärbendes Laub jeden Tag für neue Bilder. Die Tage werden zwar kürzer, aber nicht minder sonnig. Auch die Vorboten des Herbstes sind nicht mehr weit – Ende September 2019 hatten wir z.B. den ersten kleinen Herbststurm. Es ist toll, sich am aufgewühlten Meer den Wind/Sturm um die Nase wehen zu lassen. Ganz getreu dem Leitspruch – Es gibt kein schlechtes Wetter, nur die falsche Kleidung.

Aber auch der Sturm beruhigt sich wieder und die Sonne übernimmt. Da die Ostsee noch etwas länger aufgewühlt ist, bilden sich am Strand tolle Wellen – für Mutige eine Einladung noch einmal hineinzuspringen. Oder Sie nehmen sich einen Strandkorb und genießen die Sonne und das Meeresrauschen.

Der Teil des Jahres bietet sich aber auch hervorragend für Ausflüge in die Natur und Umgebung an, die sich jetzt noch besser genießen lassen – es ist einfach deutlich leerer als in der Hauptsaison. Im Nachfolgenden finden Sie ein paar Anregungen und Tipps.

Mit dem MOLLI nach Kühlungsborn und zu Fuß an der Steilküste entlang zurück

Der MOLLI fährt etwa im 60-Minutentakt zwischen Bad Doberan und Kühlungsborn West. Unser Tipp hier: Wandern Sie am Strand und auf dem Deich nach Heiligendamm (zu Fuß etwa eine Stunde – ca. 4,7 km) und nehmen Sie dort den MOLLI in Richtung Kühlungsborn. Genießen Sie die Eisenbahnromantik bei Rauch, Dampf und Schnaufen der Dampflokomotive. Sie verlassen kurz nach Heiligendamm den Wald und fahren über freies Feld an der ehemaligen Rennbahn vorbei, bis Sie Kühlungsborn schon von weitem erkennen können. Die Ausblicke sind weit und grandios. Dabei können Sie sich auch den Wind um die Nase wehen lassen – auf den Plattformen zwischen den Wagen. In Kühlungsborn geht es dann vorbei an Kleingärten, dem Yachthafen, Parks und Bäderarchitektur bis zur Haltestelle “Kühlungsborn West”.

Das Seebad hat zwei Ortsteile, “Ost” und “West”. Von “West” nach “Ost” verläuft der schönste Weg an der Promenade entlang. Diese führt Sie an der Seebrücke vorbei bis zum Yachhafen in “Ost”. Dort geht sie in den Wanderweg über, der Sie direkt an der (Steil-)Küste entlang über Heiligendamm wieder nach Börgerende führt. Vergessen Sie nicht, sich im Ortsteil “Ost” mit einem Fischbrötchen in der Strandstrasse zu stärken und passend dazu am Yachthafen einen heißen Sanddornsaft mit oder ohne Rum zu trinken. Der Fußweg vom Bahnhof in “Kühlungsborn West” bis zum Ferienhaus “Ankerplatz” ist etwa 14km lang.

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Weitere Informationen

Am Darßer Ort

Der Darß ist eine etwa 45km lange Halbinsel zwischen Stralsund und Rostock. Er trennt dabei die Ostsee von der Darß-Zingster Boddenkette und besteht aus 3 Teilen – Fischland, Darß und Zingst. Der Darß ist immer eine Reise wert. Als Stichworte seien hier genannt: Darßer Weststrand, Ahrenshoop, Prerow, Zingst, Darßer Ort, die Rast der Kraniche auf Ihrem Flug gen Süden und vieles mehr.

Darßer Ort ist die nördlichste Spitze der Halbinsel und liegt mitten im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft. Sie ist geprägt von ständiger Veränderung aufgrund der Erosion und Anlandung durch Wasser und Wind. An dieser Stelle möchten wir Ihnen einen schönen Rundweg vorstellen. Dieser führt großteils am Strand oder auf befestigten Wegen direkt durch die Kernzone des Nationalparks. Nicht nur die Flora ist ursprünglich, auch Vögel lassen sich hier toll beobachten. Der Darß gehört zu einem großen Vogelbrutgebiet und Rastplatz für durchreisende Zugvögel – insbesondere für Kraniche im Herbst.

Eine Wanderung am Darßer Ort

Unser Rundweg startet in Prerow, wo Sie Ihr Auto auf einem öffentlichen Parkplatz parken können. Von dort geht es am Strand bis zum Nothafen Darßer Ort. Aktuell ist hier ein Seenotkreuzer der DGzRS stationiert. Am Nothafen startet der eigentliche Rundweg durch die Kernzone des Nationalparks. Auf markierten Wegen und z.T. Stegen können Sie hier zwei verschieden lange Wege gehen. Auf dem Rundweg kommen Sie an verschiedenen Aussichtspunkten vorbei, an denen Sie den traumhaften Ausblick auf Natur und Tierwelt genießen können. Je näher Sie an den Weststrand kommen, desto mehr ändert sich auch die Umgebung. Strandsand und Dünen werden häufiger und gewinnen immer mehr die Oberhand. Am Strand geht es dann weiter Richtung Süden bis zum Leuchtturm.

Den Leuchturm können Sie besteigen und den Darßer Ort, sowie die gesamte Halbinsel von oben bestaunen. Des Weiteren finden Sie am Fuße des Leuchturms das Natureum und ein kleines Café. Im Natureum können Sie sich über den Darß und seine Tier- und Pflanzenwelt informieren.

Vom Leuchtturm aus kommen Sie auf verschiedenen Wegen wieder nach Prerow – romantisch mit der Pferdekutsche oder zu Fuß. Nach der Wanderung können Sie sich in einem der kleinen Cafés in Prerow wieder stärken. Wir kommen gerne in die Teeschale. Hier gibt es eine sehr große Auswahl an verschiedenen Tees und stets frisch gebackene sehr leckere Kuchen.
Nicht nur in der Teeschale eine brandheiße Empfehlung: Heißer Sanddornsaft mit oder ohne Rum. Von dort ist auch der Weg zum Parkplatz nicht mehr weit.

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Weitere Informationen

Anmerkung für Fahrradfahrer: Den Rundweg am Darßer Ort können Sie mit dem Rad nicht befahren. Die Wege im Darßwald sind nur teilweise mit dem Rad befahrbar.

Doberaner Münster

Auch in der näheren Umgebung des “Ankerplatzes” finden sich viele Ziele und Ausflugsmöglichkeiten. An dieser Stelle möchten wir Ihnen das Doberaner Münster vorstellen. Sie gelangen zum Münster mit dem Auto (etwa 10 min), Fahrrad (etwa 25 min) oder auch zu Fuß.

Das Münster ist ein Zeugnis der Backsteingotik und war einst Teil und Hauptkirche des Zisterzienser-Klosters Doberan. Es liegt inmitten eines großzügigen Parks, in dem Sie auch die ehemaligen Wirtschaftsgebäude des Klosters finden. Einige konnten vor dem Verfall gerettet werden und wieder andere warten noch auf die Restaurierung. Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Münsters und auf Wikipedia.

Die Entdeckung des Doberaner Münsters

Obwohl das Doberaner Münster ganz in der Nähe meiner Heimat und des Ferienhauses “Ankerplatz” liegt, ist es für lange Zeit an mir vorbei gegangen. Das wollten wir nun ändern. Daher haben wir uns bei unserem letzten Besuch im “Ankerplatz” entschieden, das Münster zu besuchen und mit einer Führung zu entdecken. Wir haben uns für die Sonderführung “Deckengewölbe-, Turm- und Glockenführung” entschieden, um neben der Geschichte auch mehr über die Architektur und Bauweise des Münsters zu erfahren. Die Führung dauerte etwas länger als 1,5h und – vorweg genommen – sie hat uns begeistert.

Zu Beginn gab es Infos zur Geschichte und reichhaltigen Ausstattung des Münsters. Dann ging es die Treppe rauf in Richtung Dachstuhl wo man noch die einzelnen Backsteine im speziellen Klosterformat erkennen kann, sowie auch die statischen Elemente, die das Kloster “zusammenhalten”. Weiter oben im Dachstuhl kam dann das, worauf wir uns am meisten gefreut haben: Wir konnten die Dachkonstruktion bewundern und die Deckengewölbe von oben sehen. Neben der Statik gab es jede Menge Geschichte und Handwerkskunst zu entdecken. Ein weiteres Highlight waren die Glocken, die wir auch läuten durften. Aber passen Sie auf, im Dachstuhl sind die Glocken “recht laut”. Natürlich kam auch die Aussicht nicht zu kurz.

Ausflug nach Warnemünde oder Rostock

Rostock und das Seebad Warnemünde sind immer eine Reise wert. Im Herbst ist es nicht minder reizvoll und vor Allem deutlich leerer.

Ostseebad Warnemünde

Am Besten kommen Sie mit dem Fahrrad nach Warnemünde (ca. 15 km, ca. 1h). Der Radweg führt direkt an der Küstenlinie entlang durch den Gespensterwald bei Nienhagen, Wilhelmshöhe und Stoltera. Gerade im Herbst, wenn das sich das Laub verfärbt, fahren Sie durch eine bunte und sich ständig ändernde Landschaft. Highlights der Fahrradtour: Gespensterwald bei Nienhagen, Steilküste bei Nienhagen, Aussicht bei Wilhelmshöhe und nicht zu vergessen die schier unendliche Weite, wenn Sie über die Felder fahren.

Wenn Sie nach Warnemünde kommen, können Sie mit einem Stadtrundgang an der Kirche auf dem Kirchenplatz in Richtung Alten Strom starten. Auf der Brücke zur Mittelmole können Sie DAS Foto machen: Sie haben einen tollen Blick auf den Alten Strom mit flankierenden Seemannshäusern und Fischkuttern. Am Alten Strom geht es dann weiter in Richtung Westmole. An den Fischkuttern können Sie sich mit einem Fischbrötchen stärken, aber passen Sie auf die Möwen auf, die sind recht schnell und geübt. Auch die “Zitrone des Nordens”, den Sanddorn, werden Sie wiedertreffen. Der heiße Sanddornsaft ist gerade in dieser Jahreszeit eine leckere Möglichkeit sich aufzuwärmen.

An der Mole angekommen, können Sie die ein- und auslaufenden Schiffe beobachten oder den Blick einfach in die Ferne schweifen zu lassen. Bei Sturm ist es besonders schön. Dann schlagen die Wellen an die Mole und Gischt spritzt in die Höhe. Am Fuße der Mole finden Sie den Leuchtturm und den Teepott. Den Leuchtturm kann man erklimmen und es bietet sich eine tolle Aussicht auf den Ort, den Alten Strom, Seekanal und Yachthafen in Hohe Düne. Den Weg zurück zum Kirchenplatz können Sie durch die kleinen Gassen von Warnemünde antreten oder über den Strand. Dann kommen Sie am Kurhaus und Hotel Neptun vorbei und können durch den Kurpark flanieren.

Hansestadt Rostock

Rostock ist die größte Stadt in Mecklenburg-Vorpommern. Natürlich könnten Sie einfach shoppen gehen… Wir möchten Ihnen alternativ einen Stadtrundgang vorstellen, bei dem Sie die aus unserer Sicht schönsten Ecken vom historischen Rostock entdecken können.

Der Rundgang beginnt mitten im Zentrum am Brunnen der Lebensfreude. Er führt Sie an der Stadtmauer entlang, am Steintor vorbei in die östliche Altstadt. Der Weg von der Nikolaikirche zur Petrikirche gefällt uns besonders gut. Hier finden Sie kleine toll restaurierte Häuser, die z.T. direkt an die Stadtmauer gebaut sind. Den Turm von St. Petri können Sie zu Fuß erklimmen oder barrierefrei mit dem Aufzug hinauf fahren. Weiter geht es zum Stadthafen und zum Rathaus, bis der Rundgang wieder am Brunnen der Lebensfreude endet. Neben den wichtigsten Kirchen haben Sie nun auch die alten Stadttore entdeckt.

Wie wäre es mit einem Kaffee und einem Stück Kuchen? Wir schauen gerne im Café Kloster vorbei.

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Weitere Informationen

Haben Sie jetzt noch Lust sich in das quirlige Studentenleben zu stürzen? Dann empfehlen wir Ihnen die KTV (Kröpeliner-Tor-Vorstadt), das Szeneviertel in Rostock. Es ist gekennzeichnet von vielen kleinen Läden, Kneipen und Veranstaltungen. Ein paar Infos rund um die KTV finden Sie hier in einem kleinen Beitrag oder im Stadtmagazin “piste”.

Viel Spaß!!! – Ihr Team vom Ferienhaus “Ankerplatz”